2013 - Cuvée Rouge "Privat"

Cabernet Jura, Regent - - trocken - 0.75 l - bio
Bio-Weingut Georg Thünauer - Österreich Steiermark




Auszeichnung:Gold (93 PAR Punkte) Bewertungsbogen nach PAR
internationaler bioweinpreis 2016

Qualität:
Alkohol in vol.%:13,50
Restzucker in g/l:0,50
Säure in g/l:6,50
Ausbau:Edelstahl/Barrique
Ausbauart:reduktiv
Ertrag in hl/ha:40,00
Extrakt (zuckerfrei) in g/l:20,40
Klassifizierung:ABG
Schwefel freie/ges. in mg/l:45/85
enthält:Sulfite
Verschlussart:Schraubverschluss


Weingut:

Unser Weinbaubetrieb wurde 1989 von Johann und Margit Thünauer gegründet. Von Anfang an nach den Richtlinien der organisch biologischen Wirtschaftsweise, wird auf rund einem Hektar Weinbau betrieben. Die Arbeiten im Weinberg werden großteils händisch erledigt. Dabei verbringt man sehr viel Zeit im Weingarten und hat die Möglichkeit sehr rasch auf Veränderungen zu reagieren und herannahende Probleme frühzeitig zu erkennen. Nachhaltigkeit wird am Betrieb sehr groß geschrieben. Schwere Maschinen, synthetische Pflanzenschutzmittel und Naturgifte und Kunstdünger kommen bei uns nicht zum Einsatz. Die Flora und Fauna in unserem Weingarten hat die Möglichkeit sich weitestgehend selbst zu regulieren. Wenn man sich die Artenvielfalt am Betrieb anschaut, kann man diese Wirtschaftsweise nur weiterempfehlen. Ein gesunder Boden ist neben Flora und Fauna ausgesprochen wichtig. Und dieses Gesamtpaket schmeckt man auch in unseren Weinen. Als südsteirischer Kultsorte kommt dem Sauvignon Blanc dabei die größte Fläche (45 Ar) zu. Anfänglich wurden am Betrieb auch weitere klassische Rebsorten (Morillon und Cabernet Sauvignon) angebaut. Diese mussten aber in den letzten Jahren den sogenannten PIWI Sorten weichen. PIWI steht für PilzWiderstandsfähig und bezeichnet interspezifische Rebsorten, also Kreuzungen aus europäischen und amerikanischen Reben. Das Ziel dieser Kreuzungen ist es, den bekannten Geschmack der europäischen Rebe mit der Resistenz bzw. Toleranz der amerikanischen Rebe gegenüber den klassischen Pilzkrankheiten, zu vereinen. Der große Vorteil (nicht nur für den Bio-Weinbau) ist es, dass diese Rebsorten nur sehr wenig Pflanzenschutz benötigen und somit sowohl ressourcenschonend als auch vor allem umweltschonend gearbeitet werden kann. Regent war die erste PIWI Sorte die am Betrieb angebaut wurde. Die Reben stehen auf Terassen an einer sehr exponierten Lage. Mit dem Vertrauen, dass die Toleranz der Rebsorte gegenüber Oidium (echter Mehltau) und Peronospera (falscher Mehltau) ausreichend ist, wurde auf die Möglichkeit der maschinellen Bearbeitung verzichtet. Wir gingen davon aus, dass keine Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln notwendig sein wird. Und wir wurden in unserem Glauben bestärkt. Seit 1993 kommt die Anlage gänzlich ohne Pflanzenschutzmittel aus. In Folge wurde die Morillonfläche umveredelt. Es wurde also auf die bestehenden Rebstöcke eine neue Sorte veredelt. Mit der Hälfte wurde der Sauvignon Blanc Anteil erhöht, mit der zweiten Hälfte kam die zweite PIWI Sorte auf den Betrieb, der Cabernet Jura. Auch mit dieser Rebsorte sind wir vollauf zufrieden, wenngleich auch in schwierigen Jahren Pflanzenschutz notwendig sein könnte (geplant ist eine einmalige Behandlung nach der Blüte, im Vergleich dazu gibt es bei konventionellen Rebsorten bis zu 10 Behandlungen). Die dritte PIWI Sorte, gleichzeitig auch die einzige Weißweinsorte (die beiden anderen PIWIs sind Rotweinsorten), ist der Muscaris. Dieser brachte 2013 den ersten Ertrag. Der daraus gekelterte Wein wurde bei der internationalen Bioweinverkostung in Gornja Radgona mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Für uns ist es eine Rebsorte mit sehr viel Potential, die unter Umständen auch mehr Bedeutung am Betrieb bekommen soll. Im Keller wird auf Schönungen weitestgehend verzichtet. Seit 2014 ist der gesamte Betrieb auch von der Veganen Gesellschaft Österreich zertifiziert. Alle unsere angebotenen Produkte sind vegan, denn wir glauben, dass ein rein pflanzliches Produkt nicht mit Schönungsmitteln auf tierischer Basis verunreinigt werden sollte. Unsere Weine bekommen die Zeit, die sie brauchen um ihre perfekte Trinkreife zu erreichen. Erst dann werden sie in die Flasche gefüllt und in den Verkauf gebracht.



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